Dauerausstellungen

Phönix (Haupthaus)

Eingang: Im Flur informieren Schrifttafeln über die Geschichte des einstigen Wohn- und Geschäftshauses der Ammann-Dynastie, das - aufwändig restauriert - sich im Gewand des beginnenden 20. Jahrhunderts präsentiert. Das ehemalige Kontor der Weinhandlung (wovon der Name "Vinorama" abgeleitet wurde) dient heute als Empfang und Caféteria.

Gewölbekeller: Zur Vinifikation gehörten Produktions- und Lagerräume. Das Foyer war Arbeitsraum des Kellermeisters, der anschliessende Gewölbekeller war mit Fässern ausgestattet. Die Bildtafeln offenbaren ein Lehrbuch für die Kellermeisterei aus dem 16. Jahrhundert.
Wohnmuseum: Küche, textile Hauswirtschaft, Salon, Esszimmer, Familienstube und Kinderzimmer zeigen das "Wohnen um 1900" im originalen Ambiente und mit Möbeln und Ausstattung aus dem Fundus des Hauses. Eine Kochbuch-Bibliothek mit rund 700 Bänden lädt zum Recherchieren nach Rezepten ein, die hier auch kopiert werden dürfen.
Seesicht: Die Räume im zweiten Obergeschoss sind ebenfalls sehenswert. Das blaue Zimmer ist modern ausgestattet und bietet eine prachtvolle Sicht auf den Untersee und die Reichenau. Das anschliessende grüne Zimmer ist im Stil von 1930 eingerichtet und erinnert an den Ermatinger Möbelproduzenten Jacques Goldinger. Im roten Zimmer, im Empire-Stil ausgestattet, kann nicht nur getagt und getafelt werden. Dieser Raum ist von der Gemeinde Ermatingen als Trauzimmer bestimmt.

Remise

Über den Hofplatz gelangt man zum Riegelbau, der "Remise", die einst als Pferdestall und Wagenunterstand diente. Eine spannende architektonische Lösung dient der Präsentation folgender historischer Themenbereiche:
Urproduktion: Geschichte der thurgauischen Landwirtschaft mit Hinweisen auf Forst, Jagd und Fischerei.
Weinbau am Bodensee: 2000 Jahre Weinbaugeschichte am See ist auf der ersten Etage erlebbar.
Nukleus: Drei Bildschirm-Arbeitsplätze mit vielen Text- und Bildbeiträgen zu den Museums-Themen.
Dörfliche Entwicklung: Am Beispiel von Ermatingen ist 200 Jahre Entwicklung vom Bauern- und Fischerdorf zum Industriestandort und letztlich zum Dienstleistungszentrum zu erfahren, mitsamt dem Spannungsfeld zwischen historischer Bausubstanz und fortschreitender Bebauung.
Spannungsreiches 19. Jahrhundert im Thurgau: Der politische und gesellschaftliche Umbruch, der mit der Helvetik seinen Anfang nahm, die Vorbildwirkung der thurgauischen Verfassung von 1830 für die Bundesverfassung und mittendrin die Napoleoniden (französische Exilanten).
Mittelalter am See: Das Kloster Reichenau und sein Einfluss auf die Seegemeinden, der Thurgau als Land der Burgen und Klöster, aber auch die grossen Ereignisse wie das Konzil zu Konstanz (Hundertjähriges Faksimile der Richental-Chronik bestehend aus handkolorierten Fotografien), die Groppenfasnacht, der Schwabenkrieg mit Brand von Ermatingen und Schlacht bei Schwaderloh.

Der Rosenpark

Nach dem Vorbild eines Lustgartens aus dem Biedermeier wurde eine zeitgemässe Rekonstruktion der Parkanlage realisiert. Der alte Baumbestand (Edelkastanie, Eibe) und die Gartenlaube mit Efeu-Wänden blieben erhalten, ergänzt mit zahlreichen Rosen und einer Interpretation eines klassizistischen Brunnens in Stahl. Der Garten ist möbliert und öffentlich zugänglich.